Die Geschichte von Helene

Von Kögl und Schneider
zu Helene und Imre.

Die heutige „Helene“ wurde 1922, also vor knapp 100 Jahren als Wohn- und Wirtschaftsgebäude samt Stallungen für die am Nachbargrundstück befindliche Villa errichtet.

Im Jahre 1948 eröffneten die Herren Kögl und Schneider dort eine Buschenschank. Die Menschen liebten das Ambiente des weitläufigen Gartens am Kunigundberg. Er war schon damals – vor mehr als 70 Jahren – ein Ort der Geselligkeit. Lange Zeit wurde Perchtoldsdorfer Wein kredenzt und viel gefeiert. In den letzten Jahren von Kögl & Schneider wurde die Location als reiner Sommerheuriger und als gernbesuchte Buschenschank geführt, bevor dann fast drei Jahrzehnte lang Ruhe am Kunigundberg einkehrte.

2005 folgte die große Renovierung und der Ausbau des Hauses. Hier wurde darauf geachtet, die alte Substanz so weit wie möglich zu belassen und neue, traditionelle aber auch moderne Bereiche zu schaffen. Deswegen regieren bei der Helene die Gegensätze. Und genau diese machen die einzigartige Atmosphäre aus. Beispielsweise unser offenes Gartenzimmer, wo Paare gerne heiraten oder unser Teehaus, welches für private Partys genutzt werden kann. Unser weitläufiger Garten ist über die Jahrzehnte gewachsen, teilweise finden sich dort mehr als 100 Jahre alte Bäume, die stille Zeugen vieler Feste am Kunigundberg sind. Wir lieben es, den Sommer mit Musik, gutem Essen und feinen Weinen unter diesen riesigen Schattenspendern zu verbringen.

Der 15. Mai 2020:
Österreich sperrt gemeinsam mit Helene auf

Ein unscheinbarer Freitag im Jahreskalender, aber ein historisches Datum. An diesem Tag durfte Österreichs Gastronomie nach einem zwei Monate dauernden Stillstand aufgrund des Coronavirus und seiner Folgen wieder öffnen. Dieser Neuanfang ist zugleich auch der Beginn eines neuen Kapitels am Kunigundberg: Aus der früheren Buschenschank wird „Helene“. Eine Meierei und Eventlocation sowie Platz zum Wohlfühlen und Feiern. Eigentlich genauso wie damals, bei Kögl & Schneider. Nur mit dem Unterschied, dass die beiden sicherlich nie „Location“ dazu sagten.

Bei den Umbauarbeiten im Zuge der Renovierung des Hauses wurde am Dachboden ein handgeschriebenes Kochbuch mit alten Rezepten gefunden. Darin befinden sich Kochanleitungen zu Gerichten, die teilweise schon in Vergessenheit geraten sind. Und so ziemlich alles, was sich in diesem Sammelsurium findet, fällt heute in die Kategorie „SlowFood“, also regionale Speisen, die als Grundzutaten Pflanzen und tierische Produkte aus heimischer Produktion haben. Gerade im Winter freuen wir uns immer wieder auf diese, den Körper und die Seele wärmenden Gerichte.

Und so wie es bei Helene eben ist, regieren die Gegensätze. Im Sommer grillen wir gerne im Garten und da ganz besonders unsere Burger.
Kein Wunder, ist doch Imre, der Mann am Grill, nicht nur der Herzensmensch von Helene, sondern auch in Washington DC geborener Amerikaner.
Bei den Burgervariationen und allen anderen Gerichten aus unserer Küche setzen wir auf Kräuter aus dem eigenen Garten und lokale Produkte unserer Bauern, Bäcker und Fleischer.